Bildungskarenz

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Bildungskarenz

Die Bildungskarenz bietet Arbeitnehmern den Besuch weiterbildender Maßnahmen ohne den Verlust des Arbeitsplatzes. Der Zeitraum sowie die Dauer unterliegt den Absprachen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber stellt für den Zeitraum, in der sein Mitarbeiter weiterbildende Maßnahmen in Anspruch nimmt, als Ersatz eine arbeitslose Person ein. Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf diese Maßnahmen, wenn der Beginn des ersten Teils einer vorhergehenden Weiterbildung vier Jahre zurückliegt.

Weiterbildung durch die Bildungskarenz

Der Arbeitnehmer erhält während der Weiterbildung ein Entgelt, das der Höhe des fiktiven Arbeitslosengeldes entspricht. Bedingung für die Zahlung ist eine Anwartschaft nach dem Arbeitslosenversicherungsrecht und eine Maßnahme, die mindestens 20 Wochenstunden umfasst. Bei Arbeitnehmern, die Kinder unter sieben Jahren betreuen, verringern sich die Wochenstunden der Weiterbildung auf 16 Stunden. Arbeitnehmer, die die Bildungskarenz in Anspruch nehmen, dürfen einer geringfügigen Beschäftigung neben der Maßnahme nachgehen. Die Weiterbildung kann

  • ein volles Jahr in Anspruch nehmen. Der Arbeitnehmer kann in diesem Falle keine weitere Maßnahme in den folgenden drei Jahren konsumieren.
  • die zwölfmonatige Bildungsmaßnahme in Teilen verbrauchen oder
  • mit einer Bildungsteilzeit kombinieren mit dem Bezug von Bildungsteilzeitgeld.

Die Teile einer Maßnahme haben eine Mindestdauer von zwei Monaten. Während der Weiterbildung erhält der Arbeitnehmer vom Arbeitsmarktservice eine Unterstützung in Form von Weiterbildungsgeld. Dieses entspricht der Höhe des Arbeitslosengeldes, wobei der Tagessatz mindestens 14,53 Euro beträgt.

Wofür steht die Bildungskarenz?

Die Trends im Business zielen auf Weiterbildung. Mit der Bildungskarenz haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, einen Schul- oder Studienabschluss nachzuholen oder sich Fremdsprachen anzueignen. Damit erreichen sie eine höhere Qualifizierung, die ihnen beruflich förderlich ist. Die Arbeitnehmer, die eine Anwartschaft auf Arbeitslosengeld erfüllen und deren Arbeitsverhältnis mindestens sechs Monate besteht, haben die Chance, eine der Weiterbildungsmaßnahme zu erhalten. Wer gut ausgebildet ist, hat mehr vom Leben und die Möglichkeit, sich eine Karriere aufzubauen. Beruf und einen guten Job zu haben, bezeichnet heute für viele junge Leute den aktuellen Lifestyle, der die Zukunft erfolgreich gestaltet.

Die Bildungskarenz bietet Chancengleichheit

Frauen sind in der heutigen Zeit nicht ausschließlich im Haushalt und beim Einkaufen zu finden. Viele Frauen üben hoch qualifizierte Berufe aus und nehmen an Maßnahmen in den Bereichen der Weiterbildung teil. Berufstätige Frauen, die neben ihrer Arbeit Kinder versorgen, bewältigen den Alltag problemlos. Mit den weiterbildenden Maßnahmen haben sie gute Chancen, Karriere zu machen. Die Bildungskarenz bietet diese Möglichkeit und ebnet damit auch den Frauen den Weg in die oberen Etagen einer Firma. Weiterbildung für alle fördert die Chancengleichheit zwischen Mann und Frau im Geschäftsleben. Weiterbildung lohnt sich immer, besonders im beruflichen Bereich. Nähere Informationen sind im Internet auf der Webseite vom ArbeitsMarktService (AMS) zu finden.

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Dieses Onlinemagazin informiert über ganz alltägliche und doch nicht unwichtige Themen, die wir im Alltag und im gemeinsamen Haushalt mit der Familie erleben und die uns alle bewegen.
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