Das Niedrigenergie-Haus

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Das Niedrigenergie-Haus

Das Niedrigenergie-Haus zeichnet sich im Vergleich zu einem nach der Wärmeschutzverordnung gebauten Haus durch einen niedrigeren Energieverbrauch aus. Damit unterschreitet das Niedrigenergie-Haus die gesetzlich geregelten energietechnischen Anforderungen. In den meisten Fällen spart der Hausbesitzer in Heim & Garten bei einem nach Niedrigenergiestandards errichten Gebäude 30 bis 50 Prozent des Energiebedarfs. Im Unterschied zu einem Passivhaus kommt im Niedrigenergiehaus ein Heiz- und auch Klimatisierungssystem zum Einsatz.

Fehlende Definition des Begriffs „Niedrigenergiehaus“

Aufgrund einer fehlenden einheitlichen Definition des Begriffes „Niedrigenergiehaus“ existieren keine allgemeingültigen Kennzahlen für die entsprechende Klassifizierung. In Deutschland verlangt die Gütegemeinschaft Niedrigenergiehaus einen um 30 % geringeren Energiebedarf als in der Wärmeschutzverordnung vorgesehen. In Oberösterreich gilt ein Gebäude ab einer Energiekennzahl von weniger als 50 kWh/m2a (Kilowattstunde pro Quadratmeter im Jahr) als Niedrigenergiehaus. In der Regel bewegt sich der Energiebedarf eines Niedrigenergiehauses im Alltag zwischen 40 bis 50 kWh/m2a. Dieser Energieverbrauch bedeutet umgerechnet vier bis fünf Liter an Heizöl pro Quadratmeter im Jahr.

Diese Maßnahmen sind beim Bau eines Niedrigenergiehaus zu beachten

Ein Erreichen dieser Kennzahl ist nur mit einer energiesparenden Bauweise möglich. Das erfordert zuvor eine exakte Planung. Energiesparendes Bauen umfasst einige grundlegende Maßnahmen. Dazu gehören:

  • Eine kompakte Bauweise zur Verringerung der Oberfläche des Hauses. Das reduziert die Gefahr von Wärmeverlusten.
  • Eine ausgezeichnete Dämmung des Gebäudes.
  • Die bedarfsgerechte, kontrollierte Lüftung.
  • Die Ausrichtung des Gebäudes nach Süden. Das ermöglicht die bessere Nutzung der einstrahlenden Sonne.
  • Ein hocheffizientes Heizsystem.
  • Eine sorgfältige Ausführung des Baus. Hierbei ist auf eine luftdichte Hülle des Gebäudes und auf das Vermeiden von Wärmebrücken zu achten.

Niedrigenergiehaus – dank der energetischen Sanierung auch für bestehende Gebäude ein interessantes Thema

Das Niedrigenergie-Haus reduziert den Wärmebedarf. Das verbessert die Energieeffizienz. In Tirol beispielsweise entfallen beinahe 40 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs auf das Heizen in Gebäuden. Dieser Wert lässt sich durch Niedrigenergiehäuser senken. Dabei sind die Niedrigenergiehäuser nicht nur auf Neubauten beschränkt. Bereits bestehende Gebäude lassen sich in einer Sanierung ebenfalls zu einem Niedrigenergiehaus umrüsten. Eine neue starke Dämmung und der Einsatz hochqualitativer Verglasungen versprechen nicht nur eine erhöhte Energieeffizienz, sondern zugleich mehr Wohnqualität und Lifestyle. Kalte Wände und Böden und Zuglufterscheinungen gehören der Vergangenheit an. Dazu finden Systeme mit hohem, als angenehm empfundenem, Strahlungsanteil bei der Heizung Verwendung. Zwar fallen im Zuge der energetischen Gebäudesanierung Kosten an, dafür locken im Gegenzug Einsparungen im Haushalt durch den reduzierten Heizbedarf. Sanierungen, die ein Gebäude auf Niedrigenergiequalität bringen, versprechen bis zu zwei Drittel an gesparten Heizkosten. Das ist ein beachtlicher Wert. Insbesondere in Anbetracht der derzeit ungewissen Entwicklung der Energiestoffe und somit der dazugehörigen Preise.

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Dieses Onlinemagazin informiert über ganz alltägliche und doch nicht unwichtige Themen, die wir im Alltag und im gemeinsamen Haushalt mit der Familie erleben und die uns alle bewegen.

Ein Kommentar

  1. solars.biz 22. Oktober 2018 um 22:35 Uhr

    solars.biz

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